EB: Prof. John Nash an der Uni Köln

2. November 2006

Vor ca. einem Jahr habe ich den Film A Beautiful Mind auf DVD angesehen. Er handelt vom Leben von John Nash, der an Schizophrenie leidet/ litt, gleichzeitig aber ein genialer Mathematiker ist. Für seine Forschungen und Erkenntnisse in der Spieltheorie hat er 1994 zusammen mit dem deutschen Prof. Selten den Wirtschaftsnobelpreis erhalten.


Im Film wird das Leben von John Nash aus seiner Sicht geschildert, was sehr eindrucksvoll gelingt, wie vier Oskars belegen. Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem kann ich dies wärmstens ans Herz legen :) .


Heute am 2. November gab es eine Veranstaltung an der Universität Köln, auf der die beiden Professoren anwesend waren und Fragen beantworten wollten.


“A Beautiful Mind” hatte mein Interesse an der Person “John Nash” geweckt, daher beschloss ich eine Studiumsveranstaltung ausfallen zu lassen und zu dem Symposium zu gehen.
Das ganze fand im größten Hörsaal der Uni Köln statt – der Aula 1. Doch auch die war bei weitem zu klein. Vor den Türen sammelten sich noch mindestens hundert weitere Interessenten, aber alle Plätze der Aula waren besetzt, so dass niemand mehr eingelassen wurde.


Ich war eigentlich schon zu spät, als ich um 17:30Uhr ankam. Durch etwas Glück und Dreistigkeit bin ich dann doch noch kurz vor dem Start um 18:00Uhr in die Aula gelangt und habe mich ziemlich weit vorne auf die Treppe gesetzt, wo noch Platz war. Bessere Sicht, als so mancher, der schon ein paar Stunden vorher dagewesen war. (Ich habe einen alten Klassenkameraden getroffen, der extra aus Bayreuth angereist war und er war bestimmt nicht der Einzige, der so eine weite Anreise in Kauf genommen hatte, denn wie gesagt J. Nash sieht man nicht alle Tage in Deutschland :) ).


Nachdem der Rektor der Uni mit seiner Selbstbeweihräucherung (bzw. v.a. der Uni Köln) fertig war, gab Prof. Ockenfels, der schon längere Zeit mit Prof. Selten zusammenarbeitet eine Einführung in die Spieltheorie. Grob gesagt geht es darum, wie man die Interaktionen von mehreren Menschen untereinander erfassen und vorhersagen kann, das Verhalten des Einzelnen in einer Gruppe.


Danach konnten sich die beiden Nobelpreisträger noch selbst vorstellen, was aber sehr knapp ausfiel (Prof. Selten vertrat die Meinung, dass vor ihm schon mehr genügend gesagt wurde und er nicht noch mehr Zeit “verplempern” wollte, sondern direkt mit den Fragen beginnen, worauf er viel Beifall bekam.)


Bild: Spieltheorie-Symposion mit Prof. Nash

Es wurden vor allem Fragen zur Spieltheorie und experimentellen Wirtschaftsforschung gestellt. Den Großteil der Fragen beantwortete Prof. Selten, meistens zufriedenstellend für den Fragesteller. Das war bei den Antworten von J. Nash eher seltener der Fall, fanden ich und einige Mitstudierenden.
Ich denke es fehlte ihm die “soziale Intelligenz” um die Intention des Fragestellers zu erfassen und darauf dann eine Antwort zu geben. Vielleicht waren die Fragen auch zu trivial, aber meistens gab er nur ein paar wenige Statements (in nicht ganz leicht verständlichem Englisch) und meinte dann: “that’s all I can say about that, I think”.
Vor einiger Zeit habe ich mit einer Psychologie-Studentin, die mit Hochbegabten zusammengearbeitet hat ein interessantes Gespräch gehabt, in dem herauskam, dass diese (laut IQ-Tests) Hochbegabten oft nicht in der Lage sind “normale” Fragen zu erfassen und befriedigend zu beantworten.


Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, sagt ein Sprichwort und da ist viel wahres dran, auch in diesem Fall.


Die Frage, die viele Zuschauer wohl am meisten interessiert hat wurde auch gestellt:

Prof. Nash, wie empfinden sie die Darstellung ihrer Person im Film “A Beautiful Mind”?

Leider wollte er auf diese Frage nicht antworten, es gehe doch um inhaltliche Fragen und diese Frage bekomme er außerdem ständig…


Mich hätte die Antwort sehr interessiert um die Person John Nash besser erfassen zu können – Schade.


Für erwähnenswert halte ich auch noch die Antworten auf die Frage, was das größte Problem sei, dass die Menschheit zu lösen hat und was die Spieltheorie zu deren Lösung beitragen könne.


Prof. Selten führte die Arbeitslosigkeit an (da war ich etwas enttäuscht, denn meiner Meinung nach ist die Arbeitslosigkeit selbst kein echtes Problem (bei Interesse kann ich hierzu noch mehr schreiben)).
Für Prof. Nash ist “global warming” (die globale Erderwärmung) das Hauptproblem überhaupt (damit kann ich schon mehr anfangen ;-) ).


Beide Probleme sind mit der Spieltheorie/ experimentellen Wirtschaftsforschung übrigens nicht zu lösen, aber sie kann zur Lösung beitragen.


Für mich hat sich die Veranstaltung gelohnt, es war sehr interessant. Viele andere waren enttäuscht, was ich mitbekommen habe. Davon, dass Nash nicht so gut auf die Fragen eingegangen ist bspw.
Das fand ich allerdings einen der interessantesten Punkte, denn wenn ich in die Spieltheorie einsteigen oder mehr darüber erfahren will, dann kann ich mir auch die wissenschaftlichen Arbeiten dazu durchlesen und mir alle benötigten Details besorgen.

(Video) Where the hell is Matt?

2. November 2006

Dieses sehr inspirierende Video will ich euch nicht vorenthalten :-)
Viel Spaß!



Video bei Youtube

Gedanken über unsere Zeit

15. Oktober 2006

Diesen Text habe ich gerade im Internet gefunden und denke, dass er es Wert ist geteilt zu werden :-)
Viel Spaß!

The paradox of our time in history is that we have taller buildings but shorter tempers, wider freeways, but narrower viewpoints. We spend more, but have less, we buy more, but enjoy less. We have bigger houses and smaller families, more conveniences, but less time. We have more degrees but less sense, more knowledge, but less judgment, more experts, yet more problems, more medicine, but less wellness.

We drink too much, smoke too much, spend too recklessly, laugh too little, drive too fast, get too angry, stay up too late, get up too tired, read too little, watch TV too much, and pray too seldom. We have multiplied our possessions, but reduced our values. We talk too much, love too seldom, and hate too often.

We’ve learned how to make a living, but not a life. We’ve added years to life not life to years. We’ve been all the way to the moon and back, but have trouble crossing the street to meet a new neighbor. We conquered outer space but not inner space. We’ve done larger things, but not better things.

We’ve cleaned up the air, but polluted the soul. We’ve conquered the atom, but not our prejudice. We write more, but learn less. We plan more, but accomplish less. We’ve learned to rush, but not to wait. We build more computers to hold more information, to produce more copies than ever, but we communicate less and less.

These are the times of fast foods and slow digestion, big men and small character, steep profits and shallow relationships. These are the days of two incomes but more divorce, fancier houses, but broken homes. These are days of quick trips, disposable diapers, throwaway morality, one night stands, overweight bodies, and pills that do everything from cheer, to quiet, to kill. It is a time when there is much in the showroom window and nothing in the stockroom. A time when technology can bring this letter to you, and a time when you can choose either to share this insight, or to just hit delete.

* Remember, spend some time with your loved ones, because they are not going to be around forever.

* Remember, say a kind word to someone who looks up to you in awe, because that little person soon will grow up and leave your side.

* Remember, to give a warm hug to the one next to you, because that is the only treasure you can give with your heart and it doesn’t cost a cent.

* Remember, to say, “I love you” to your spouse and your loved ones, but most of all mean it. A kiss and an embrace will mend hurt when it comes from deep inside of you.

* Remember to hold hands and cherish the moment for someday that person will not be there again. Give time to love, give time to speak, and give time to share the precious thoughts in your mind.

AND ALWAYS REMEMBER: Life is not measured by the number of breaths we take, but by the moments that take our breath away. If you don’t send this to at least 8 people…. who cares?

George Carlin