(Video) Parktickets entwerten

Naja, auf deutsch funktioniert das englische Wortspiel “to validate” nicht.
Validation bedeutet “Fahrschein entwerten” und “bestätigen” oder “anerkennen”.

Jedenfalls hat das folgende Video den Titel Validation und ich ertappe mich, wie ich es schon zum 4. Mal anschaue gerade.
Definitiv die Zeit wert, viel Spaß!

Was ist Realität?

Schon Sokrates hat mehr als 400 Jahre vor Christus festgestellt: “Ich weiß, dass ich nicht weiß”.

Alles, was wir glauben zu wissen (hier wird schon ein Widerspruch deutlich), leiten wir aus unseren Erfahrungen, Erlebnissen und unseren Eindrücken unserer Umwelt ab.
Das Erlebnis, dass wir in unserer Welt haben, ist allerdings stark subjektiv geprägt. Von unseren Einflüssen, vorherigen Annahmen, Glauben, etc.

Genau genommen kann dieses Wissen also nur so richtig oder wahr sein, wie der Kontext aus dem sie entspringen. Der Kontext ist unser Bild, also unsere Wahrnehmung und deren Interpretation, von der Welt.

Ich sehe es als gegeben an, dass schon unsere Wahrnehmung subjektiv verschieden ist. Betrachten Sie das folgende Bild:

Freunde, denen ich dieses Bild gezeigt habe, waren sich nicht einig, ob auf dem Bild eine junge Dame oder eine alte Frau zu sehen ist.
Sie sahen das identische Bild, haben verschiedene Meinungen und beide Parteien haben Recht!

Auf dem Bild kann man sowohl eine junge Dame als auch eine alte Frau erkennen.
So ist es im wahren Leben auch. Trotz identischer Ausgangsbasis werden Dinge verschieden wahrgenommen.
In einem zweiten Schritt werden die Wahrnehmung auch noch interpretiert (genau genommen hat schon beim benennen von “Dame oder Frau” eine Interpretation stattgefunden).
Raphael und Patrick sehen beide die junge Dame, aber nur Raphael findet sie attraktiv.

Was können wir daraus lernen?

  • “Wissen” kann nur so akkurat sein, wie der Kontext, aus dem es entspringt
  • Die Wahrnehmung und Interpretation ist subjektiv geprägt und verschieden
  • Verschiedene Interpretationen können gleichzeitig wahr sein

Was ist nun Realität?

Das ist Definitionssache.

  1. Davon ausgehend, dass unter Realität all das fällt, “was real ist”, gibt es nun mehrere Realitäten.
    Denn offensichtlich sind auch die Interpretationen “echt”.
    Patrick und Raphael leben also in verschiedenen, unterschiedlichen, subjektiven Realitäten.
  2. Wenn nur als Realität bezeichnet wird, was objektiv wahr ist, dann ist die Argumentation schnell am Ende.
    Der Kontext, in dem wir leben kann nicht auf (objektive) Wahrheit überprüft werden. Denn jede Überprüfung würde wieder nur aus dem Kontext selbst heraus erfolgen und somit wieder keine objekitven Ergebnisse liefern.
    Es ist wohl möglich den Kontext zu wechseln (z.B. atheistisch <-> spirituell) und somit einen Kontext “von außen” zu betrachten. Eine Annäherung an eine objektive Realität findet auch dann nicht statt, da nun lediglich der Wahrheitsgehalt von Kontext A aus Kontext B geprüft werden kann.

Schließlich bleibt mir nur eine versöhnliche Zusammenfassung.
Solange innerhalb eines Kontext stringent argumentiert wird, ist alles (wenn auch nur subjektiv, mehr ist aber nie möglich) wahr.

Einzig und allein die Existenz eines (des eigenen) Bewusstseins, dem wesenlosen Container der das Gefühl von “ich existiere” erst möglich macht, glaube ich zu wissen.
Gegenargumente dazu bitte als Kommentar! :)

Im Endeffekt gilt: Realität ist, was Sie draus machen! ;-)

Die einzigen 2 Gründe, warum auf einen Tipp nicht gehandelt wird

Das Buch How to read a book (Wie man ein Buch liest) von Mortimer Adler ist ein Klassiker der Literatur.
Ich bin in einem Seminar von Jim Rohn darauf aufmerksam gemacht worden und kann ihnen nur zurufen: Wenn Sie lesen - ob beruflich oder privat, ob für die Universität oder um sich zu entwickeln, dann ist dieses Buch “How to read a book” und seine Einsichten unbezahlbar!

Ein Zitat, dass mir besonders gefallen und geholfen hat, stammt aus dem Kapitel “How to Read Practical Books”.

Agreement with a practical book, however does imply action on your part. If you are convinced or persuaded by the author that the ends he proposes are worthy, and if you are further convinced or persuaded that the means he recommends are likely to achieve those ends, then it is hard to see how you can refuse to act in the way the author wishes you to.

We recognize, of course, that this does not always happen. But we want you to realize what it means when it does not. It means that despite his apparent agreement with the author’s ends and acceptance of his means, the reader really does not agree or accept. If he did both, he could not reasonably fail to act.

Let us give an example of what we mean. If, after completing Part Two of this book you (1) agreed that reading analytically is worthwhile, and (2) accepted the rules of reading as essentially supportive of that aim, then you must have begun to try to read in the manner we have described. If you did not, it is not just because you were lazy or tired. It is because you did not really mean either (1) or (2).

Zugegeben: Das Buch ist nicht immer leicht zu lesen. Aber die Klarheit der Argumentation und der kurz- & langfristige Nutzen der in diesem Buch steckt wird auch Sie begeistern. Davon bin ich überzeugt.
Wenn auch Sie einen Nutzen darin sehen, dass Sie von all ihrer zukünftigen Literatur wesentlich mehr profitieren, dann bestellen Sie jetzt!

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02:23Uhr 06.01.2009