Warum der ganze Selbst-Hilfe Kram?

In den vergangenen Wochen und Tagen habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, warum ich so einen Aufwand betreibe um mein Leben besser zu organisieren und zu strukturieren.


Auf den ersten Blick ist eine Antwort schnell gefunden:

Der ganze Aufwand führt dazu, dass ich glücklicher bin

In einem Gespräch mit einer Freundin argumentierte sie daraufhin:

Sei doch einfach du selbst.


Diese Aussage zielt darauf ab, das man doch selbst am besten wissen sollte, was in der eigenen Lage glücklich macht.

Warum ist es hilfreich oder vielleicht sogar nötig die Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen

Egal in welche Richtung man sich weiterbilden möchte, es gibt Seminare für ALLES.
Seminare für

  • bessere Bewerbungen
  • schnelleres Lesen
  • Bergsteiger
  • Messer schärfen
  • Sprachen

Dieses Feld ist unendlich.
Dabei ist es allgemeiner Konsens, das Seminare zur Weiterbildung nützlich sind.
Jedes Unternehmen schickt seine Angestellten auf Fortbildungen, damit sie eine bessere Arbeitsleistung erzielen, in neuen Bereichen arbeiten können etc.


Niemand käme auf die Idee sich beispielsweise das Fallschirmspringen selbst beizubringen.


Es kann unter der Anleitung eines Experten

  • schneller,
  • sicherer,
  • einfacher,
  • tiefgehender

gelernt werden.


Natürlich kann ich auch durch ausprobieren herausfinden, welche Risiken es gibt und wie ich damit umgehe,
an welchem Seil ich zu welchem Zeitpunkt ziehen muss.


Je nach dem wie geschickt ich bin, würde es sogar funktionieren.
Dann würde ich aber auf alle oben genannten Vorteile verzichten.


Machen wir es kurz:
Meine Zeit ist begrenzt und ich habe keine Lust mich jahrelang mit Problemen herum zu schlagen, die Andere schon vor mir gelöst haben.
Wie es so schön heißt, ist es nicht sinnvoll das Rat jeden Tag neu zu erfinden.

Wie schon gesagt stimmen darüber auch die meisten Menschen zu.

Warum sollte man nicht lernen (können), wie man glücklicher wird?

Nicht aber bei den sogenannten “Selbst-Hilfe” Themen. Hierüber ist eine abwertende Meinung weit verbreitet.


Es gibt mehrere Möglichkeiten, warum bei der Persönlichkeitsentwicklung die Unterstützung von anderen nicht so nützlich sein könnte, wie es bei den Themen “konventioneller” Fortbildungen, wie dem Fallschirmspringen, der Fall ist.


Es wird als Schwäche interpretiert, wenn jemand zum Psychotherapeuten geht und unter Umständen wird man als “krank” abgestempelt.


Meiner Erfahrung nach hätten es mindestens 50% der Bevölkerung dringend nötig, die Hilfe eines professionellen Therapeuten aufzusuchen.
Doch niemand will wahr haben, dass er es sein könnte, der in diese 50% fällt.
Es ist einfacher sich über “die anderen” zu ärgern, die Schuld sind, das etwas nicht so läuft, wie es soll.
“Die Kollegen auf der Arbeit sind Schuld, dass es mir so schlecht geht”.


Die Verantwortung wird abgegeben, egal an wen. Hauptsache ICH bin nicht verantwortlich und muss mich dem Problem nicht stellen.


Es scheint also nicht ganz so einfach zu sein, wie “sei einfach du selbst”. Egal, wohin ich mich umschaue, Menschen streiten, Menschen weinen, Menschen sind unzufrieden.


Es ist per se nicht schlecht zu weinen oder zu streiten, oder unzufrieden zu sein.
Aber das, wovon ich hier spreche ist die weit, sehr weit verbreitete Depression, die herrscht.
Aus medizinischer Sicht liegt vielleicht keine Depression vor, da kenne ich mich nicht aus, ab wann man so eingestuft wird.
Aber aus dem täglichen Empfinden heraus handelt es sich dabei um eine Depression!

Wenn du nicht mindestens 90% deiner Zeit froh und glücklich bist, dann ist es Zeit etwas zu ändern!

Ich verspreche dir, dass es Methoden gibt, mit denen du diesen Zustand ändern kannst.


Da sind wir schon an dem springenden Punkt:

Ich kenne Geheimnisse über das glücklich sein, die du nicht kennst.
Deshalb bin ich glücklich und du nicht

Vielleicht bist du auch glücklich, dann ist alles in Ordnung. Aber ich rate dir zu erforschen, ob du wirklich glücklich bist.
Oder ob es nur das ist, was du sagst, wenn dich jemand fragt “wie gehts?”.


“Es gibt Methoden”. Das hört sich sehr technisch und künstlich an.
Und es hört sich umständlich an.
Niemand möchte Methoden verwenden, um zu ändern wer er ist.
Niemand möchte umständlich wirken oder als ob er eine Rolle spielen würde.



Das sind die Ängste, warum sich viele nicht mit Büchern auseinandersetzen, die sie ein großes Stück weiterbringen könnten.
“Sei du selbst” impliziert, dass derjenige, der sich Hilfe von außen holt nicht mehr er selbst bleiben könnte.
Lieber bin ich ein unglückliches Ich, als jemand anderes. Denn dann ginge auch noch meine Identität auch noch verloren.

Dabei handelt es sich um einen großen Irrtum!!


Die Methoden, von denen ich hier spreche stellen keine “Rollen” bereit, in die man schlüpfen kann.
Die Rolle des glücklichen Mannes oder der glücklichen Frau sollst du NICHT spielen.
Das ist ein Irrtum!


Schau, wir verändern uns jeden Tag. Manchmal sind es kleine Veränderungen und manchmal sind es große Veränderungen, wie bei einem Umzug oder einem Wechsel des Arbeitsplatzes.
Kannst du dir vorstellen, dass du bei der langsamen, täglichen Veränderung deine Identität verlierst?


Definitiv ist es so, dass sich der Charakter mit der Zeit verändert. Im Idealfall entwickelt er sich.
Wir machen neue Erfahrungen und wenn uns dabei etwas nicht gefällt, dann machen wir es beim nächsten mal anders.
Damit ändert sich auch die Identität.
Ich bin heute nicht mehr die Person, die ich vor fünf Jahren war. Ich bin auch nicht mehr die Person, die ich vor einem Jahr war.


Veränderungen finden sowieso Tag für Tag statt und die Methoden, von denen ich hier spreche bieten einen Leitfaden, mit dem sichergestellt wird, dass diese allmähliche Veränderung POSITIV ist.
Da sie positiv ist, wird sie mich zu einem glücklicheren Menschen machen.


Das tolle ist, dass ich sogar diese Leitfäden selbst bestimmen kann.
Es ist ausgeschlossen, dass ich eine Rolle spiele.
Viel mehr stelle ich Tag für Tag fest, dass mein Verhalten in der Vergangenheit eine Rolle war und ich wohl auch heute noch teilweise eine Rolle spiele, ohne mir darüber bewusst zu sein.
Mit fortwährender Entwicklung wird damit Tag für Tag mehr von meinem “Kern” freigelegt oder “ent-wickelt”. Dem, was ich wirklich bin.


Es ist möglich, mich ohne weitere Tipps von außen weiter zu entwickeln.
Doch oft haben andere schon die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht und können mir helfen mich schneller, effektiver und nachhaltiger zu entwickeln.
Das trifft auf die persönliche genauso zu wie auf die berufliche Weiterbildung.


Andere Menschen haben Ideen, auf die ich selbst nicht kommen würde, die meinen eigenen Plan vervollkommnen können.

Intelligente Menschen lernen nicht nur aus ihren eigenen Fehlern, sondern auch aus den Fehlern der anderen.

Deshalb ist Selbst-Hilfe-Literatur nur zu empfehlen.


Heute will ich das Buch Wie man Freunde gewinnt. von Dale Carnegie empfehlen.
Gerade bei diesem Thema rufe ich jetzt hoffentlich wieder alle Skeptiker auf den Plan, die meinen:
“Das sollte jeder selbst wissen. Man sollte sich nicht verstellen um Freunde zu bekommen”.
Jip, da stimme ich zu und es ist genau das, warum ich den Text weiter oben geschrieben habe.

Lass mich dir verraten, dass der Autor in diesem Buch einige Tipps gibt, über die du noch nie zuvor in deinem Leben nachgedacht hast und wahrscheinlich auch nie nachdenken wirst, wenn du es dir nicht jetzt kaufst.


Vorausgesetzt Sie mögen diese Seite, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Arbeit unterstützen!

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01:20Uhr 06.01.2009