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	<title>Kommentare zu: Bericht: Gespräche mit einem Zeugen Jehovas</title>
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		<title>Von: Indiana</title>
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		<dc:creator>Indiana</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2008 09:32:45 +0000</pubDate>
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		<description>Hatte vor Jahren auch mal Besuch eines &#039;Zeugen&#039;, das war in den Achtzigern. Anfangs kam eine Frau mit einer ausländischen Mitbürgerin zu mir. Ich fand den Gedanken, Gespräche über Gott und die Arbeit an sich selbst zu führen, hochinteressant und da ich damals sowieso mit Glaubensfragen beschäftigt war, kamen sie wie gerufen. Endlich konnte ich all meine Fragen diskutieren. Als die beiden mir anboten, wieder zu kommen, war ich natürlich einverstanden. Interessanterweise kamen die beiden dann nur noch einmal, beim nächsten Man war die ausländische Frau, die eigentlich nur dabei war und nie etwas sagte (sprach sie vielleicht kein Deutsch?) ausgetauscht durch einen jungen Mann. Dieser führte nun die meiste Zeit das Wort, während nun wieder die erste Zeugin, die deutsche Frau, den Mund hielt. Mir machte es nichts. Zeugen reden so oft von Wahrheit und dass ohne die Wahrheit nichts ginge. Ausserdem hätten sie die Wahrheit in der Form der Bibel vor sich liegen usw. Ich hatte nicht alles aus der Bibel gelesen. Ich bin ein Leser, der eine unbeabsichtigte Seite aufschlägt (es ist miest die richtige) und diesen Text dann liest. Ich merkte jedenfalls, dass ich von Gespräch zu Gespräch &#039;wuchs&#039;. Mein Leben veränderte sich damals radikal ebenso wie mein Mindset, denn ich schrieb sehr viel und saß Stunden mit meinen Gedanken herum und suchte in mir nach weiteren Antworten. An den letzten Besuch der beiden kann ich mich noch genau erinnern, es war kurz bevor ich einen neuen Weg einschlug. Ich fragte damals den Zeugen: &quot;Wie kann man von der Wahrheit reden, wenn man nicht danach lebt?&quot; Danach habe ich sie in meiner Wohnung nicht wieder gesehen. Später traf ich sie mit einem Freund in der Fussgängerzone. Es stellte sich heraus, dass der Zeuge eine Freundin hatte, obwohl er verheiratet war. Nach biblischem Recht ist es einem Mann nicht möglich, mit einer Frau zu schlafen, bevor sie nicht verheiratet sind. Die Frage, ob er mit ihr bereits Beischlaf hatte, konnte er nicht verneinen. Es war ihm sehr peinlich, diese Aussage machen zu müssen. Mein freund und ich wollten ihm klar machen, dass man in dieser Welt nicht bibeltreu leben könne, dazu sei die Verführung überall und auch würde man es innerlich nicht aushalten können. Also keine Konsequenz bitte, was die Zeugen jedoch als ein Stigma betrachten. schade, ich hätte mich damals gerne weiter mit dem &#039;Zeugen&#039; unterhalten. Gespräche hatte ich damals reichlich, da ich in der Fussgängerzone die Leute angesprochen habe. Ein einfaches: &quot;Was halten Sie von Gott?&quot; brachte mir oft wirklich lange Gespräche, ungestört von den Massen die vorbei zogen. Ich konnte so viele verschiedene Sichtweisen kennenlernen und mein Mindset wuchs stetig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[Hatte vor Jahren auch mal Besuch eines &#8216;Zeugen&#8217;, das war in den Achtzigern. Anfangs kam eine Frau mit einer ausländischen Mitbürgerin zu mir. Ich fand den Gedanken, Gespräche über Gott und die Arbeit an sich selbst zu führen, hochinteressant und da ich damals sowieso mit Glaubensfragen beschäftigt war, kamen sie wie gerufen. Endlich konnte ich all meine Fragen diskutieren. Als die beiden mir anboten, wieder zu kommen, war ich natürlich einverstanden. Interessanterweise kamen die beiden dann nur noch einmal, beim nächsten Man war die ausländische Frau, die eigentlich nur dabei war und nie etwas sagte (sprach sie vielleicht kein Deutsch?) ausgetauscht durch einen jungen Mann. Dieser führte nun die meiste Zeit das Wort, während nun wieder die erste Zeugin, die deutsche Frau, den Mund hielt. Mir machte es nichts. Zeugen reden so oft von Wahrheit und dass ohne die Wahrheit nichts ginge. Ausserdem hätten sie die Wahrheit in der Form der Bibel vor sich liegen usw. Ich hatte nicht alles aus der Bibel gelesen. Ich bin ein Leser, der eine unbeabsichtigte Seite aufschlägt (es ist miest die richtige) und diesen Text dann liest. Ich merkte jedenfalls, dass ich von Gespräch zu Gespräch &#8216;wuchs&#8217;. Mein Leben veränderte sich damals radikal ebenso wie mein Mindset, denn ich schrieb sehr viel und saß Stunden mit meinen Gedanken herum und suchte in mir nach weiteren Antworten. An den letzten Besuch der beiden kann ich mich noch genau erinnern, es war kurz bevor ich einen neuen Weg einschlug. Ich fragte damals den Zeugen: &#8220;Wie kann man von der Wahrheit reden, wenn man nicht danach lebt?&#8221; Danach habe ich sie in meiner Wohnung nicht wieder gesehen. Später traf ich sie mit einem Freund in der Fussgängerzone. Es stellte sich heraus, dass der Zeuge eine Freundin hatte, obwohl er verheiratet war. Nach biblischem Recht ist es einem Mann nicht möglich, mit einer Frau zu schlafen, bevor sie nicht verheiratet sind. Die Frage, ob er mit ihr bereits Beischlaf hatte, konnte er nicht verneinen. Es war ihm sehr peinlich, diese Aussage machen zu müssen. Mein freund und ich wollten ihm klar machen, dass man in dieser Welt nicht bibeltreu leben könne, dazu sei die Verführung überall und auch würde man es innerlich nicht aushalten können. Also keine Konsequenz bitte, was die Zeugen jedoch als ein Stigma betrachten. schade, ich hätte mich damals gerne weiter mit dem &#8216;Zeugen&#8217; unterhalten. Gespräche hatte ich damals reichlich, da ich in der Fussgängerzone die Leute angesprochen habe. Ein einfaches: &#8220;Was halten Sie von Gott?&#8221; brachte mir oft wirklich lange Gespräche, ungestört von den Massen die vorbei zogen. Ich konnte so viele verschiedene Sichtweisen kennenlernen und mein Mindset wuchs stetig.]]></content:encoded>
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