Im Film wird das Leben von John Nash aus seiner Sicht geschildert, was sehr eindrucksvoll gelingt, wie vier Oskars belegen. Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem kann ich dies wärmstens ans Herz legen
Heute am 2. November gab es eine Veranstaltung an der Universität Köln, auf der die beiden Professoren anwesend waren und Fragen beantworten wollten.
“A Beautiful Mind” hatte mein Interesse an der Person “John Nash” geweckt, daher beschloss ich eine Studiumsveranstaltung ausfallen zu lassen und zu dem Symposium zu gehen.
Das ganze fand im größten Hörsaal der Uni Köln statt – der Aula 1. Doch auch die war bei weitem zu klein. Vor den Türen sammelten sich noch mindestens hundert weitere Interessenten, aber alle Plätze der Aula waren besetzt, so dass niemand mehr eingelassen wurde.
Ich war eigentlich schon zu spät, als ich um 17:30Uhr ankam. Durch etwas Glück und Dreistigkeit bin ich dann doch noch kurz vor dem Start um 18:00Uhr in die Aula gelangt und habe mich ziemlich weit vorne auf die Treppe gesetzt, wo noch Platz war. Bessere Sicht, als so mancher, der schon ein paar Stunden vorher dagewesen war. (Ich habe einen alten Klassenkameraden getroffen, der extra aus Bayreuth angereist war und er war bestimmt nicht der Einzige, der so eine weite Anreise in Kauf genommen hatte, denn wie gesagt J. Nash sieht man nicht alle Tage in Deutschland
Nachdem der Rektor der Uni mit seiner Selbstbeweihräucherung (bzw. v.a. der Uni Köln) fertig war, gab Prof. Ockenfels, der schon längere Zeit mit Prof. Selten zusammenarbeitet eine Einführung in die Spieltheorie. Grob gesagt geht es darum, wie man die Interaktionen von mehreren Menschen untereinander erfassen und vorhersagen kann, das Verhalten des Einzelnen in einer Gruppe.
Danach konnten sich die beiden Nobelpreisträger noch selbst vorstellen, was aber sehr knapp ausfiel (Prof. Selten vertrat die Meinung, dass vor ihm schon mehr genügend gesagt wurde und er nicht noch mehr Zeit “verplempern” wollte, sondern direkt mit den Fragen beginnen, worauf er viel Beifall bekam.)
Ich denke es fehlte ihm die “soziale Intelligenz” um die Intention des Fragestellers zu erfassen und darauf dann eine Antwort zu geben. Vielleicht waren die Fragen auch zu trivial, aber meistens gab er nur ein paar wenige Statements (in nicht ganz leicht verständlichem Englisch) und meinte dann: “that’s all I can say about that, I think”.
Vor einiger Zeit habe ich mit einer Psychologie-Studentin, die mit Hochbegabten zusammengearbeitet hat ein interessantes Gespräch gehabt, in dem herauskam, dass diese (laut IQ-Tests) Hochbegabten oft nicht in der Lage sind “normale” Fragen zu erfassen und befriedigend zu beantworten.
Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, sagt ein Sprichwort und da ist viel wahres dran, auch in diesem Fall.
Die Frage, die viele Zuschauer wohl am meisten interessiert hat wurde auch gestellt:
Prof. Nash, wie empfinden sie die Darstellung ihrer Person im Film “A Beautiful Mind”?
Leider wollte er auf diese Frage nicht antworten, es gehe doch um inhaltliche Fragen und diese Frage bekomme er außerdem ständig…
Mich hätte die Antwort sehr interessiert um die Person John Nash besser erfassen zu können – Schade.
Für erwähnenswert halte ich auch noch die Antworten auf die Frage, was das größte Problem sei, dass die Menschheit zu lösen hat und was die Spieltheorie zu deren Lösung beitragen könne.
Prof. Selten führte die Arbeitslosigkeit an (da war ich etwas enttäuscht, denn meiner Meinung nach ist die Arbeitslosigkeit selbst kein echtes Problem (bei Interesse kann ich hierzu noch mehr schreiben)).
Für Prof. Nash ist “global warming” (die globale Erderwärmung) das Hauptproblem überhaupt (damit kann ich schon mehr anfangen
).
Beide Probleme sind mit der Spieltheorie/ experimentellen Wirtschaftsforschung übrigens nicht zu lösen, aber sie kann zur Lösung beitragen.
Für mich hat sich die Veranstaltung gelohnt, es war sehr interessant. Viele andere waren enttäuscht, was ich mitbekommen habe. Davon, dass Nash nicht so gut auf die Fragen eingegangen ist bspw.
Das fand ich allerdings einen der interessantesten Punkte, denn wenn ich in die Spieltheorie einsteigen oder mehr darüber erfahren will, dann kann ich mir auch die wissenschaftlichen Arbeiten dazu durchlesen und mir alle benötigten Details besorgen.
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Mit FreezeOut habe ich beispielsweise meine Exfrendin dazu bewegt, mir wieder meinen Sohn zu geben (sie hatte den Umgang verweigert). Ebenso habe ich damit erreicht, dass die zickigen Spielchen, die sie immer noch nach Jahren machte, endlich ein Ende fanden. Damals lief das natürlich nicht unter PU sondern in Begleitung eines Trennungsberaters der Diakonie, der mit die Spieltheorie an Herz legte. Ich sollte wenn möglichst alles darüber lernen und so die Liebe und den Umgang mit meinem Sohn wieder herstellen können. Hat dann auch so geklappt!